Wege zum Glück
Posted in ... ka einträge xD on Jun 24, 2009 at 8:29 PM
• Stille
• Genügsamtkeit
• Bewusstsein
• Gleichmut
• Ungebundenheit
• Geduld
• Güterlosigkeit
• Belanglosigkeit
• Dankbarkeit
• Mäßigkeit
• Unwissenheit
• Wehmütigkeit
• Erfurcht
Musik: Arvo Part - Sanctus
Jesus lebt.
Posted in ... ka einträge xD on Jun 11, 2009 at 5:06 PM
Current Mood: amused
1. Preis dem Todesüberwinder, der da starb auf Golgata;
dem Erlöser aller Sünder, Preis ihm Halleluja!
Laßt des Jubels Harfe klingen, laßt von Herzen froh uns singen:
Refr. Halleluja! Jesus lebt, Jesus lebt,
Jesus lebt, Helluja! Jesus lebt.
2.Uns vom Tode zu befreien, sank er auf durch Gottes macht;
unser Leben zu erneuern, steht er auf durch Gottes Macht.
Tod, du bist im Sieg verschlungen, und das Leben ist errungen.
3. Uns zum Himmel zu erheben, geht er zu dem Vater hin,
laßt uns ihm zu Ehren leben, dann ist Sterben uns Gewinn.
Dort zu seines Vaters Rechten zieht er an sich die Gerechten.
4. Wann ich aus dem Grabe gehe nach des Todes langer Frist
und ich dann dein Antlitz sehe, Herr und Heiland, Jesu Christ,
wirst du alles mir enthüllen, wirst mir jedem Wunsch erfüllen.
5.Halleluja! Ostersegen, komm herab wie Morgentau,
dich in jedes Herz zu legen, daß es froh nach oben schau'
und zu neuem Wuchs und Leben sich in Christus mög' erheben.
The Clockwork Orange
Posted in ... ka einträge xD on Jun 08, 2009 at 5:44 PM
Eine Interpretation des Films sowie der Buchvorlage ist, dass jedem Menschen die Freiheit gegeben werden sollte, sich schlecht und falsch zu verhalten; denn ein Individuum, das sich gut verhalten muss, ist indoktriniert und zu keiner eigenständigen Persönlichkeitsentfaltung mehr fähig.
„Ich war geheilt, alright.“
Die Frage ist, ob diese Art von Technik einen Menschen gut machen kann.
Gut sein kommt von innen, 6655321.
Gut sein ist eine Entscheidung.
Wenn ein Mensch nicht mehr entscheiden kann, hört er auf ein Mensch zu sein.
Alle dieselben.
Polizisten und Verbrecher.
Terroristen und Freiheitskämpfer.
Entführer und Befreier.
Gewalt steckt schon im Bauplan dieser Welt.
Alle gleich.
0o
Posted in ... ka einträge xD on Jun 04, 2009 at 10:20 PM
Vergessen ist Gefahr und Gnade zugleich. ~ Theodor Heuss
4 November 1864
Heute erhielt ich vom Superintendenten die Bestätigung, dass ich eine sehr bekümmerte, schwierige Patientin in meine Obhut bekommen solle. Zweifelhafte Ehre ! Sie heisst Alice, und die Prognose ist nicht sehr vielversprechend. Nachdem ich einen Blick in ihre Akte geworfen habe, wundere ich mich, dass sie überhaupt noch am Leben ist. Sie liegt nun seit beinahe einem Jahr im Koma.
Hätte ich sie als Patientin angenommen, wenn ich gewusst hätte, was ich heute weiss ?
11 November 1864
Das Mädchen liegt stumm auf der Streckbank, den Kopf seltsam bandagiert, und dennoch scheint sie sich mit aller Kraft ans Leben zu klammern. Ihre Verbrennungen sind in dem Jahr, das seit dem Brand vergangen ist, unerwartet gut verheilt, aber sie weist eine tiefe, tranceähnliche Demenz auf. Es ist, als haben die Flammen die meisten ihrer Sinne mit allem anderen verschlungen. Alice zeigt auf keinerlei Reize Reaktionen. Niemand passt besser in die düstere Welt dieser Krankenstation als sie.
In einem unbedachten Moment sprang eine Krebsbefallene Katze auf Alice, als das Mädchen hinausgetragen werden sollte. Die Pfleger erschraken, als die Katze maunzte, und verloren den Halt. Das arme Mädchen fiel auf den Boden. Seltsamerweise stellte sich die Katze auf Alice, als würde sie auf ihr Territorialrecht pochen oder einen auf der Jagd erlegten Nager verteidigen. Erst als ein Pfleger sie mit einem Stock bedrohte, sprang sie in die nächste Hecke. Selbst dann duckte sich die Katze im Gebüsch. Sie richtete ihren hingebungsvollen Blick auf Alice, als hätte sie ein ganz persönliches Interesse an unseren Handlungen.
Es zahlte sich aus, solchen Begebenheiten wie das Auftauchen der Katze Beachtung zu schenken - das habe ich über die Jahre gelernt. - 21/10/1873
14 November 1864
Alles, was sie besitzt, ist ein Spielzeug, ein russiges, abgewetztes Kaninchen mit nur einem Knopfauge, das an einem losen Faden hängt, ein Spielzeug auf ihrer unbeschwerten Kindheit. Nun wacht das Kaninchen über Alices fortschreitende Demenz.
Das Kaninchen kann als wertvolles Instrument zu Schocktherapie dienen. Das hätte ich früher erkennen sollen. - 21/10/1873
8 Dezember 1864
Wenn ich ihr eine Flamme vor die Augen halte, zeugt nichts in ihrem Blick auch nur von der geringsten Reaktion. Ich klatsche neben ihrem Ohr in die Hände. Nichts. Weder ihr Sehrvermögen noch ihr Gehör sind beeinträchtigt, dennoch registriert sie nichts. Das von Reverend Motte und anderen verbreitete Gerücht, sie fühle auch nichts - weder Schmerz, noch Furcht oder andere Leiden - ist weder glaubwürdig noch nett. Trotzdem ist sie weit, weit weg.
10 Dezember 1864
Obwohl sie schwach erscheint, muss sie eine äusserst robuste Konstitution haben, da sie bis jetzt überlebt hat. Ihr Fieber lässt nicht nach; ihre Atmung ist schwer, und selbst nach einem Jahr verbreiten ihr die massiven Verbrennungen noch so grosse Schmerzen. Man vermutet nicht, dass sie elend ist, so reglos, wie sie daliegt. Aber ich werde sie aus ihren Träumen aufwecken, selbst wenn die Reaktion unfreiwillig ist.
Morgen werde ich beginnen, sie mit kalten Pflastern und Aderlass zu behandeln. Der Aderlass mag ihrer Demenz einige Erleichterung verschaffen. Ausserdem habe ich einen neuen Schockapparat, den ich an ihr ausprobieren möchte. Ich bin neugierig, wie sie darauf reagiert.
6 Januar 1865
In der vergangenen Nacht ist eine andere Patientin gestorben, die ich mit dem Mittel behandelt habe, das ich auch an Alice ausprobieren wollte. Ich war überzeugt, dass sich ihr Zustand mit jeder Verabreichung verbessere, daher war diese Entwicklung sehr niederschmetternd. Vielleicht war die stärkere Mischung zu stark für ihre chronisch geschwächte Brust. Bevor ich das Serum an Alice verabreiche, muss ich es noch weiter erforschen.
Etwas weniger Laudanum und etwas mehr Kampher, dann wäre sie noch am Leben. - 13/12/73
23 Februar 1865
Durch die Fenster meines Labors kann ich die Schwestern im Garten sehen. Schwester D führt eine Gruppe von Kindern zum Luftschnappen. Ich höre die schlurfenden Schritte auf dem Kiespfad. Ich frage mich, ob Alice jemals mit den anderen dort herumlaufen wird. Wird sie jemals ihre Sinne wiedererlangen ? Oder wird sie den Rest ihrer Tage hinter diesen dicken, grauen Wänden verschanzt bleiben ? Ihr derzeitiger Zustand gibt wenig Grund zur Hoffnung auf Heilung.
Ich konnte ja auch nicht ahnen, dass sie in ihrem Geist unvorstellbare Wälder und Gärten durchstreifte. - 27/01/1874
23 März 1865
Nichts scheint das Mädchen zu verärgern. Ich versuche es mit Ruhigstellen - Handschellen, Beingurten und Zwangsjacken. Als Kontrast liess ich sie die Freiheit schmecken und liess sie einige Stunden ohne Aufsicht im Garten. Aber auf nichts zeigt sie die geringste Reaktion. Ich habe noch einige Methoden in petto, manche davon habe ich schon lange nicht mehr angewandt, aber ich habe kaum noch Hoffnung, dass irgendetwas anschlagen wird.
1 April 1865
Jedes Jahr halte ich an diesem Tag inne, um 12 Uhr mittags haargenau, um über die Absurdität einen solchen Tages nachzudenken. Ist es nicht Ironie an sich, an einem solchen Tag an einem solchen Ort Scherze zu treiben ?
Das Mädchen hat sich völlig abgekapselt. Wenn es möglich wäre, würde ich behaupten, Alice hätte sich noch weiter in ihre - wie europäische Psychiater es nennen - Psyche zurückgezogen. Ich probiere immer noch verschiedene Methoden aus, aber keine schlägt an. Daher habe ich keinen Grund zur Hoffnung. Ich würde die Fortschritte aufzeichnen, wenn es denn welche gäbe.
7 September 1873
Nach Jahren in Koma teilt sie uns heute etwas mit einem Bild mit, einer Zeichnung von einer Art Katze. Allerdings habe ich noch nie so eine Katze gesehen.
Nicht einmal eine solch bizarre Zeichnung liess uns vermuten, was in dieser Hinsicht noch auf uns zukommen sollte. - 29/03/1874
10 September 1873
Während Alice nach der Verabreichung ihres Beruhigungsmittels ein Nickerchen hielt, nähte Schwester D dem Kaninchen das fehlende Auge an. Selbst nach so vielen Jahren unter geistig Verwirrten kann es mich noch erstaunen, dass eine scheinbar so triviale Handlung eine so grosse Wirkung erzielen kann.
Alice erwachte aus ihrem Schlummer und begann, hysterisch zu schluchzen.
"Sprich, mein Kind, was fehlt dir ?", flehte Schwester D. "Was ist denn, Liebes ?"
In einem Zustand von Halbbewusstsein sprach Alice folgenden Vers:
"Im Erdenbau erneut, so eilten wir des Wegs ohn' Unterlass.
In einem einst so schönen Garten, versunken nun im Hass."
Sie weinte, und erst, als Schwester D das gerade angenähte Auge vom Kopf des Kaninchen riss, fiel Alice wieder in ihre Bewusstlosigkeit zurück.
Vielleicht war es ein Fehler, sie zu wecken und diese Reaktion zu provozieren. - 29/03/1874
Ich weiss nicht, ob ich mich über diese Reaktion freuen soll oder ob mich die Intensität ihres Ausbruchs beunruhigen soll. Eines wissen wir jedenfalls jetzt: Sie kann sprechen.
11 September 1873
Wenn sie möchte, kann sie zeichnen. Heute Morgen überraschte sie mich mit einer neuen Phantasterei. Aber was stellt ihre Zeichnung dar ? Mir erscheint es wie ein Abbild eines Alptraumes in der Hölle.
15 Oktober 1873
Als ich mich Alices Zimmer näherte, hörte ich leises Lachen. Ein paar Kadetten ärgerten sie und schlugen sie mit Lederbändern. Dies Geschöpfe sind geistig auch nicht viel Gesünder.
Alice reagierte nicht auf ihre Neckereien, und die Kadetten liessen sich nicht von meinem Tadeln beeinflussen. Wahre Hilfe findet man selten.
18 Oktober 1873
Der Superintendente stattete uns einen Besuch ab. Der Geruch seines parfümierten Händedrucks hängt mir immer noch in der Nase. Es besucht uns nicht sehr oft, aber wenn, dann bleibt er immer ewig lange. Üblicherweise läuft er dann durch jeden Teil der Klinik und gibt vor, sich für diesen oder jenen Fall zu interessieren. Diesmal wollte er Alice sehen und fragte nach den Blutegeln. Als sie sich weigerte, sich zu rühren, riss der Superintendente seinen Mund weit auf und gähnte in unendlicher Langweile.
Als ich ihm ihre Zeichnungen zeigte, war sein Interesse plötzlich wieder geweckt, gerade so, als hätte jemand seine fettige Hand mit einem heissen Schürhaken berührt.
Er war sehr aufgeregt, als er uns verliess. - 07/04/1874
24 Oktober 1873
Schwester D hat an der Tür gelauscht. Alice scheint unkontrolliert vor sich hin zu murmeln. Obwohl niemand versteht, was sie sagt, sind ihre Worte eindeutig an das einäugige Kaninchen gerichtet.
26 Oktober 1873
Ihr Fall ist nicht aussergewöhnlich ... verglichen mit den zahllosen anderen Patienten, die in diesen Hallen hausen. Ich möchte ihre Tragödie nicht verharmlosen - die Belastung ist ausreichend, um jeden Geist unermesslich zu erschüttern. Man stelle sich nur die erbärmlichen Schreie ihrer Eltern vor, die in ihrem brennenden Schlafzimmer gefangen waren, und das Gefühl der Machtlosigkeit angesichts ihres Leids. Sicherlich hat Alice diese Schreie gehört. Ich bin sicher, sie hört diese Schreie seit zehn Jahren.
Ich weiss jetzt, dass ich meine Bemerkung zurücknehmen muss. Ihr Fall ist aussergewöhnlich. - 07/04/1874
3 November 1873
Ich höre das Ticken der Uhr. Es ist bereits nach Mitternacht - und plötzlich höre ich seltsame Geräusche. In der Stille der Klinik muten diese Geräusche sehr lebendig an. Alice rührt sich nicht, also lausche ich den Schreien, dir mir durch Mark und Bein dringen, dem irren stöhnen, dem unerträglichen Gemurmel und dem irren Geschwafel.
Nach anfänglichen Krämpfen ist Alices Körper nun wieder erschlafft. Wenn sie sich nicht ab und zu im Schlaf rühren würde, würde ich ihr einen Spiegel vor den Mund halten, um zu sehen, dass sie noch atmet. Es ist unmöglich, zu verstehen, was sie sagt. Es hört sich an wie "zu dumm", "Kuhjung" oder "Boojum". Was für ein Unsinn. Ist das ein Eigenname ? Ein Ort ? Oder einfach eine Beschwörungsformel im Delirium ? Ich schreie ihr dieses Wort ins Ohr und steche ihr mit Nadeln in die Schultern - sie jappst, aber sie spricht nicht deutlicher.
Boojum ! Aber woher hat sie solche Phantasien ? - 11/04/1874
Der Trank fliesst durch ihre Adern. In diesem kalten Raum zu sitzen, erinnert mich an die letzte Behandlung hier. Die zerfetze Polsterung erinnert mich an den Patienten, der glaubte, Ratten sprächen mit ihm. Sie lebten in dem Polster, behauptete er. Tatsächlich glaubte er, die Geister seiner Vorfahren seien in die Ratten gefahren. Nach dem Hirneingriff verschwanden diese Wahnvorstellungen, und er konnte wieder in den Schlafsaal gebracht werden.
Alice ist immer noch ruhig.
21 November 1873
Wieder treiben die Kadetten ihre bösen Spässe. Sie sind es müde, Alice zu füttern, und "kümmern" sich nun lieber um das Kaninchen und kleckern ihm Haferbrei auf das Stoffgesichtchen.
Mein Verdacht hat sich bestätigt. Diese Flegel sind die missratenen Neffen des Superintendenten. - 13/04/1874
Während sie das Stofftier fütterten, lernten die Kadetten eine grundlegende Lektion des Kliniklebens - kehre einem Patienten niemals den Rücken zu ... auch wenn das jetzt belehrend klingt.
Wie ich erfuhr, erwachte Alice aus ihrer Bewusstlosigkeit und griff die beiden Kadetten an. Erzürnt attackierte sie sie mit einem Löffel. Selbst in ihrem geschwächten Zustand konnte sie ihnen tiefe Wunden zufügen. Sie führte den Löffel wie ein Schlachtmesser und stiess es in die fleischige Wange eines der Kadetten. Mitten in der Attacke richtete sie ihn gegen sich selbst, bearbeitete ihre Handgelenke und versuchte, die Venen zu öffnen. Ich nähte ihre Wunden und verband sie ordentlich. Alice leidet nun nicht mehr - aber ob man das auch über die Kadetten sagen kann, ist fraglich.
Sie ist wieder bewusstlos. Ganz gleich, was ich tue oder sage, sie zeigt keine Reaktion.
7 Dezember 1873
Wir können eine kleine Veränderung verzeichnen. Ihr Mund ist entspannt, und wir können sie ohne Gewalt füttern. Wenn es Zeit ist für ihre Arznei, öffnet sie freiwillig ihren Mund, ganz als wolle sie den Trank in ihrem Bauch willkommen heissen.
Das ist kaum nennenswert, aber jeder Fortschritt zählt.
8 Dezember 1873
Eine magere Katze leckte Alice die Wange. Sie fauchte, als ich zur Tür hereintrat, und sprang auf das Fensterbrett. Sie bestand nur aus Haut und Knochen, denn sonst hätte sie unmöglich durch die Gitterstäbe gepasst. Ich konnte ein Grinsen auf ihrem räudigen Gesicht erkenne. Es ist seltsam, aber manchmal erscheint einem das Gesicht eines Tieres beinahe menschlich.
Es gibt so viele wilde Katzen im Hof. Es würde mich nicht wundern, wenn es hier mehr Katzen als Patienten gibt.
Die Katze erinnert mich an die, die bei Alices Ankunft auf ihre Brust gesprungen war. Allerdings ist sie noch magerer. - 26/04/1874
13 Dezember 1873
Vielleicht hat draussen etwas ihre Phantasie angeregt. Als sie wieder hereinkam, machte sie eine sonderbare Zeichnung. Wieder einmal beweist sie, dass sie mehr kann als herumliegen und an die gelbgestrichene Decke starren.
Bisweilen flackerte in ihrer Verrücktheit der Geist eines Genies auf. - 26/04/1874
15 Dezember 1873
Es sind nun drei Tage her, dass ich das Kaninchen aus dem Zimmer entfernt habe. Alices Schreie hallen immer lauter durch die verschlossene Tür.
25 Dezember 1873
Sie ist wieder in ihren tranceähnlichen Zustand zurückgefallen - mit einem Unterschied: Ihr Mund öffnet sich sehr weit, wenn jemand das Zimmer betritt. Was auch immer sie verlangt, die Arznei oder Essen, sie kann nicht genug davon bekommen.
Ich kann nicht verstehen, was sie mit ihrem ständigen "Iss mich" und "Trink mich" sagen möchte. - 23/07/1874
17 April 1874
Monate sind vergangen, aber es passiert nichts.
Schwester D hat die Geduld verloren. Sie kann meine Behandlungsmethode nicht mehr ertragen und besteht darauf, ihre eigenen anzuwenden. Sie nähte das Kaninchen zusammen und steckte es zu Alice ins Bett.
18 April 1874
Interessante Entwicklung ! Alice hat das Geschenk erwidert und Schwester D zum Dank ein Kaninchen gezeichnet, das allerdings etwas anders aussieht als ihr Kuscheltier.
Meine Uhr ? - 10/05/1874
1 Juni, 1874
Gänzlich unerwartet und erschreckend wie ein plötzlicher Blitzschlag an einem azurblauen Himmel begrüsste mich Alice heute mit einem seltsamen Grinsen.
Und plötzlich begann sie mit mir zu plaudern, als hätten wir jahrelang nichts anderes getan. Ich füge zur Beweisführung ein paar Bemerkungen an, damit ich nicht der einzige bin, der sie kennt.
"Hüte dich vor des Schneckenhais giftigem Speichel . . . wirf den Teufelswürfel weise, denn damit entscheidet sich das Spiel ... bedenke, dass der Tausendfüssler am Unterbauch empfindlich ist ... Erlabe dich an den Pilzen - aber gib Acht - manche beissen zurück."
Leider kann ich diese Monologe nicht wirklich als Verbesserung bezeichnen.
2 Juni, 1874
Sie lebt ein einer Welt voller Gewalt, Terror und Blutvergiessen. Ihre Verwirrung ist so gross, so phantastisch und absurd, dass ich ihr manchmal kaum zuzuhören vermag. Sie erzählt von einem Alptraumhaften Reich, in dem alles vom Untergang gezeichnet ist. Riesige Ameisen und fleischfressende Pflanzen, alles verschlingende Fische und feuerspeiende Biester bevölkern diese Welt. Die Vielfalt dieser teuflischen Kreaturen ist grenzenlos. Sie übertreffen selbst Hieronymes Boschs entsetzlichsten Triptychon in ihrer Schrecklichkeit.
Es ist, als grübe ich in der Wüste nach Wasser. Nun, da das Wasser zu fliessen beginnt, kann ich den Strom nicht aufhalten, aber auch die Quelle kann ich nicht finden.
7 Juni, 1874
Sie öffnet sich mir immer mehr. Sie redet unentwegt vor sich hin. Ich denke, das Elixier ist nun korrekt dosiert. Bisweilen scheint sie meine Gegenwart zu fürchten, aber sie spricht dennoch weiter, als könne sie nicht anders.
8 Juni, 1874
Sie verbrachte den ganzen Nachmittag damit, mir eine Geschichte von einer schrecklichen Belagerung zu erzählen. Darin kamen auch lebensgrosse Schachfiguren vor. Anscheinend wurde sei von einem zyklopenhaften Bauern gejagt und geriet auf ihrer Flucht über das lebendige Schachbrett in die Fänge zweier abtrünniger Türme.
Wie gewöhnlich war ihre Schilderung sehr lebendig. Die Geschichte war entsetzlicher als alles, was Froissart jemals verfasste.
11 Juni 1874
Ich war nur kurz eingenickt. Beim erwachen sah ich, dass Alice ihre Hände befreit hatte und sich nun an meiner Uhr zu schaffen machte. Vielleicht muss ich der nächsten Sitzung Handschellen verwenden, zumindest bis sie sich ordentlich beträgt. Ich nehme ihr auch ihre Stifte ab. Wir wollen sehen, ob diese Bestrafung irgendeine Reaktion hervorruft.
12 Juni 1874
Ich hätte es vorhersehen müssen. In Ermangelung ihrer Stifte verlegt sie sich aufs Dichten.
"Wohlan, zum Ziele sterben wir, dem Kampf entgegen.
Mit Hansenbomb' und allerlei sorg ich für freien
Lauf auf allen Wegen"
Ich bat sie, die "Hasenbombe" zu beschreiben. Klug wie sie ist, forderte sie dazu ihren Stift zurück und begann zu zeichnen.
15 Juni 1874
Bisweilen ist sie während ihrer Monologe ganz klar. Bei manchen mächtigen Worten bricht ihre Phantasiewelt wieder vollkommen über sie herein. Bei dem Wort Feuer verfällt sie verständlicherweise in grenzenlose Trauer.
Ihre Worte können klar sein, aber ihre Zeichnungen zeigen keinen Fortschritt. - 20/07/1874
17 Juni 1874
Alice schleuderte eine Teetasse durch den Raum.
"Wie oft soll ich es dir noch sagen ? Ich trinke nur mit Freuden Tee !"
18 Juni 1874
Bisweilen kann sie sich sehr zivilisiert benehmen. Einen Moment darauf legt sie eine ausserordentliche Boshaftigkeit an den Tag. Als Experiment habe ich ihr jegliche Arznei entzogen. Nur die hohe Dosis Laudanum erhält sie, wenn ihre Laune sehr ausartet.
25 Juni 1874
Vielleicht würde eine Behandlung mit Salzwasser ihren Geist reinigen. Sie hat wirr gesprochen und sich besonders heftig über eine Person ausgelassen, die sie als Rote Königin bezeichnet.
Obgleich die Königin einen Grossteil der Monologe beherrscht, weigert sich Alice, die Monarchin zu zeichnen. Ihr Zorn kennt keine Grenzen, wenn sie beschreibt, was sie der Königin antun möchte. - 20/07/1874
19 Juli 1874
Während eines besonders heftigen Anfalls griff Alice eine der Schwestern an, die sie gerade badete. Sie nannte sie "Herzogin".
22 Juli 1874
Aus einer Unterhaltung mit Alice:
"Was hast du getan, Alice ?"
"Ich war auf einer Teezeremonie, was sonst ?"
"War es eine grosse Feier ?"
"Oh, sehr gross, lieber Doktor. Ich fürchte nichts, und bald bin ich am Ziel."
25 Juli 1874
Sie schläft in der einen Nacht sehr unruhig, in der anderen wiederum wie ein Baby. Alles ist unvorhersehbar.
27 Juli 1874
Alice hat uns einen sonderbaren Reim aufgesagt.
"Sie quälen mich und sagen stets, ihr Tod sei mein Versagen.
Ich schneide sie mir auf dem Geist mit meinem Schwert seit Tagen."
28 Juli 1874
Sie hat kürzlich von einem Ort namens Pilzwald gesprochen. Dies scheint ein Wald mit Pilzen von der Grösse riesiger Bäume zu sein. Pilze und Blätter greifen nach allem, was den Wald betritt. In den vermoderten und verrotteten Schlünden verwesen Kreaturen, die hier ihr Leben ausgehaucht haben.
Sie hat schon einmal ein Bild von diesem Ort gezeichnet, meine ich mich zu erinnern. - 02/08/1874
10 August 1874
Es fällt mir schwer, die äusserst passive Alice mit der aggressiven, mächtigen Person in Verbindung zu bringen, die sie in ihren Träumen beschreibt. Sie beschreibt Kämpfe mit Messern und Musketen; ihre Selbstdarstellung hat etwas von einer selbstlosen Heldin. Dies sind keine Verwirrungen. Das ist kein krankhafter Wahn - aber was ist es ?
Welches Bild hat sie denn von sich selbst ? - 24/08/1874
12 August 1874
"Köpft sie !"
Das waren heute ihre einzigen Worte. Sie erklärte sie nicht, obgleich ihr Gesicht den heftigen Zorn widerspiegelte, den sie nur im Zusammenhang mit der Herzkönigin zur Schau trug.
13 August 1874
Ich habe alles getan, was mir eingefallen ist. Behandlungen, Arzneien, Disziplin und Vergnügen - mit nichts erziele ich eine Verbesserung. Alice spricht wann und worüber sie möchte, rezitiert Gedichte mit ausserordentlicher Geistesklarheit, zeichnet Bilder. Sie tut nichts auf mein Geheiss hin, sie ignoriert meine Anweisungen, Bitten und Aufforderungen. Sie ist sehr willensstark. Was auch immer ich tue - sie reagiert nicht darauf.
Ich muss jedoch gestehen, dass mich ihre Phantasiewelt, das Wunderland, in seinen Bann gezogen hat. Ich warte auf den Tag, an dem sie den Sieg über die Herzkönigin und ihre Schergen erringen, und das Wunderland wieder ein schöner Ort sein wird. Vielleicht wird das Alices Heilung sein. Vielleicht wird sie sich so selbst heilen, ihr Gleichgewicht wiederfinden und diesen schrecklichen Ort verlassen.
Manchmal erscheint sie mir so nah, an anderen Tagen wiederum ist sie so fern, dass ich fürchte, sie wird den Rest ihres Lebens hinter den dicken Mauern von Rutledge's verbringen ... mit mir.
24 August 1874
"Wenn du mir meine Phantasie willst rauben schon.
Lehr ich mit meinem Spielzeug dich den rechten Ton."
ende
Posted in ... ka einträge xD on Jun 02, 2009 at 1:02 PM
Current Mood: annoyed
mindfuck [gedanken, gefühle etc.] ausgemerzt.
D E L E T E
danke
Posted in ... ka einträge xD on May 28, 2009 at 9:57 PM
Current Mood: bitter
„Was meinst du denn mit pervers?“ Der zweite fade Typ hakt nach. Schlumpf verdreht die Augen, bevor ich ansetzen kann, über die macht der Großkonzerne zu sprechen, über das Müllproblem und dass die Plastiktiere beim Menü für die Kleinen von Kindern in Asien gefertigt werden, kommt sie mir zuvor: „ich bin mir sicher, dass Silvia uns ganz viel erzählen könnte, warum man gegen das alles hier sein kann.“ Mit einer ausladenden Geste umfasst sie den Raum. „Viele Jahre habe ich ähnlich gedacht, bis ich anfing, meinen Kopf zu benutzen, und schließlich zu dem Ergebnis kam: ob ich zu Burger King gehe oder nicht, macht keinen unterschied. Nur Idioten glauben ernsthaft daran, mit ihrem Konsumverhalten etwas ändern zu können.“
Fassungslos starre ich Schlumpf, ach nein, Rebecca an.
„Das meinst du doch nicht im Ernst?“
„Schau dir bloß an, was außerhalb deiner pseudoautonomen Welt los ist. Alle wollen so leben wie meine Freunde und ich. Deshalb wird immer mehr Energie verbraucht, deshalb gibt es einen erhöhten CO2-Ausstoß. Und was machen Leute wie du, die sich dem versagen? Sie stehen sich selbst im Weg, sonst nichts. Sie verbieten sich alles, wofür andere sie beneiden würden, und verzweifeln dabei noch an der eigenen Konsequenz. Was wäre denn so schlimm daran gewesen, wenn du in einen Billigflieger nach Barcelona gestiegen wärst? Du hättest wenigstens ein bisschen Spaß gehabt. Stattdessen hockst du hier mit verkniffenem Gesicht herum. Das Leben passiert anderen, aber dir schon lange nicht mehr. Wenn ich denke, wie viel Kraft du immer ausgestrahlt hast ...“ Sie schüttelt den Kopf.
„Was haben sie denn mit dir gemacht? Dich einer Gehirnwäsche unterzogen?“ Endlich finde ich meine Worte wieder.
„Nee, ich hab einfach keinen Bock mehr auf Armut. Ich war nämlich arm. Und ich habe auch keine Mami und keinen Papi, über die ich schlecht reden kann und die mir dann doch alles zahlen, wenn’s mir dreckig geht. Ich weiß verdammt noch mal, dass wir die Erde ruinieren mit dem, was wir tun. Aber wenn schon, dann will ich auf diesem letzten Trip dabei sein, ihn genießen und ihn mir nicht von so kleinen spießigen Miesmachern wie dir verderben lassen. Und erst recht nicht an Silvester.“ Geräuschvoll springt sie von ihrem Stuhl auf und greift zu ihrem Handtäschchen. „Los geht’s!“, ruft sie ihren Anhängern zu, die sich beeilen, ihr zu folgen.
Mich packt die kalte Wut, so lasse ich mich nicht abfertigen. „Ich komme mit“, sage ich bestimmt. Vielleicht können Schlumpf und ich später wieder ein bisschen Ordnung in die Sache bringen, bei einem Bier. So stapfe ich in meinen Stahlkappenstiefeln, in meinen zerlöcherten jeans mit Leopardenfellstrumpfhose darunter und dem Pullover auf den ich in Txus Werkstatt „Anti-Capitalista“ gedruckt habe, neben Schlumpf, die in Stöckelschuhen und modischen Mantel unterwegs ist, die vereisten Straßen entlang, und ich wünsche mir, dass sie ausrutscht und sich den hübschen Mund blutig schlägt.
Nach einer Weile nähern wir uns einem prunkvollen Bau, die Leute strömen in Outfits, die als Kopiervorlage für Schlumpfs Aufzug herhalten könnten, aus allen Richtungen auf ihn zu. Abrupt bleibt meine alte Freundin stehen: “Hör mal, Silvia, sei mir nicht böse wegen vorhin. Aber ich habe mich verändert, und in den Kreisen in denen ich jetzt verkehre, da kann ich dich, so wie du aussiehst, nicht mitnehmen.“
„Kannst du mal aufhören, mich wie einen Hund zu behandeln?“
„Das will ich wirklich nicht, ich will nur, dass du verstehst.“ Das letzte Wort dehnt sie. „Ich hab da einen radikalen schnitt gemacht. Deine E-Mails, die du mir geschrieben hast, sie haben mich gelangweilt, immer nur Anklagen, Kritik und Halbwissen, genauso wie unsere tolle Zeitung damals, es bringt nichts mehr, dagegen zu sein. Denn allein unsere Existenz ist ein ökologisches Desaster, und ein konsequenter bringt sich um.“
„Du weißt doch ganz genau, dass das nicht stimmt.“ Ich werde lauter, die eleganten Damen drehen sich pikiert zu uns um.
„Pscht!“ Schlumpf legt den Finger an die Lippen.
„Du warst es doch, die mich in meinen Punkeridealen bestärkte, de mich dazu gebracht hat, mich politisch zu engagieren.“ Ich rede nun extra laut, damit auch Schlumpfs neuer Bekanntenkreis etwas davon mitbekommt. „Du warst immer mein Vorbild, du warst für mich der Inbegriff des Punkrock.“ Meine Stimme überschlägt sich.
Schlumpf grinst. „Wenn es so war, dann ist mein Wandel doch nur konsequent, ein weiteres Zeichen dafür, dass Punk wirklich tot ist. Dein wertkonservatives Weltbild verkraftet das offenbar nicht. Willst du nicht lieber einen Sekt gründen? Mit deinem Pseudointellektuellen Geschwafel beweist du nur, dass du es bis heute nicht verstanden hast, was Punk eigentlich bedeutet.“ Sie entschwindet in den Prunkbau, am Eingang dreht sie sich noch einmal um und zeigt mir den Mittelfinger. „Destroy!“, ruft sie. „Vergiss das niemals!“
Auszug aus "Augen zu gilt nicht" von Silvia Hable
erschienen im DVA-Verlag
Dyoxide - Geist
Posted in ... ka einträge xD on May 05, 2009 at 5:02 PM
Jede Nacht höre ich
Lachen hinter weißem Licht
Bist Du das? Rette mich
Schütze mich vor meinem Ich
Wenn des nachts ein Traum fegt
Keine Reinheit mehr besteht
Leise Stimmen werden laut
Es folgt der Schrei
Vor dem mir graut
Jede Nacht spricht Dein Geist
Der sich als real erweist
Bist Du das? Rette mich
Schütze mich vor meinem Ich
Wenn die Uhren stehen bleiben
Sich an unsrer Wunde reiben
Augen, die mich nicht verstehen
Voller kalter Tränen stehen
Jede Nacht höre ich
Lachen hinter weißem Licht
Bist Du das? Rette mich
Schütze mich vor meinem Ich
Wenn die Stille wieder kommt
Bin ich nicht an sie gewohnt
Nur ein Geist der zu mir sagt
Er wird kommen unser Tag
Der Bisammolch ist eine außerirdische Lebensform, die ihr Ufo [Kissalis] in Garitz notgelandet hat. Seitdem treibt er sein Unwesen in der Kanalisation im Landkreis Bad Kissingen. Durch seinen exponentiellen Reproduktionsfaktor gibt es mittlerweile auch Sichtungen in Würzburg, Schweinfurt, Neuscht, Nürnberg und vereinzelt auch in Frankfurt. Forscher haben herausgefunden, dass, falls die Nahrungsquellen knapp wird, der Bisammolch wahllos Leuten beim Toilettengang in den Allerwertesten beißt. Im Allgemeinen aber lebt der Bisammolch von dicken Kindern. Bei Befall bläht sich der Körper des Kindes dermaßen stark auf, dass das Kind platzt. Der Bisammolch legt dann in die noch warmen Gedärme seine Eier, frisst das Gehirn und verlässt den Tatort unauffällig durch die Kanalisation. Haufiges Vorkommen des Bisammolches an folgenden Orten: In Fast-Food-Restaurants, in Schwimmbädern, auf Kindergeburtstagen und in Schulen. [Eintrag kopiert aus Stupi..ähh...Wikipedia.]
An sich ist dieser Fakt ja nur minder beunruhigend - ein paar dicke Kinder weniger, die den Krankenkassen zur Last fallen.. Wen kümmerts? ^^ [Scherz] -, aber die Geschichte geht natürlich noch weiter.
Als die Aliens nun mit ihrem Raumschiff in Garitz notgelandet waren, traf es sich, dass zu diesem Zeitpunkt ein Vampir an diesem Ort verweilte, um einem seiner Opfer den Lebenssaft aus dem Leib zu saugen. Da Vampire sowieso unsterblich sind, näherte sich unser Blutsauger also furchtlos dem Kissalis. Dort fand er die Bisammolchs. Sie waren völlig entkräftet und fast am abkratzen, da sie nicht genügend Vorräte an Bord gehabt hatten. [Später wurde gemunkelt sie hätten sogar Kannibalismus betrieben.] So.. Und weil unser unsterblicher, furchtloser Vampir natürlich auch noch herzensgut, großzügig, hyperintelligent, gutaussehend und single war, - er hat den Autor während seiner Recherchen gebeten ihm eine Kontaktanzeige in der Geschichte zu schreiben.. Anfragen an ihn - gab er den geschwächten Außerirdischen etwas von seiner Beute ab. Mit dieser gütigen Tat brachte er der Menschheit das Verderben. Oft bringt Gutes Böses hervor. Die Apokalypse ist nahe!!! SATAAAN!!
*hrm hrm* Na ja...jedenfalls schlossen die Bisammolchs dann mit den Vampiren ein Bündnis und zwar dass sie sich von nun an die Vampire und die Bisammolchs ihre „Nahrungsmittel“ teilten.
[Achja übrigens: Vampire trinken meistens das Blut von alten Leuten. Wenn man die abmurkst fällt es ja eh nicht so auf, weil’s in Kg eh so viele alte Leute gibt und außerdem dauert's bei den meisten eh nimmer lang bis der Tod an ihre Türe klopft. Des ist dann moralisch auch nicht so sehr verwerflich.]
Zu den Vampiren:
Zu ersteinmal.. Es ist ein von den Medien in die Welt gesetzter Irrglaube dass sich Vampire nur nachts bewegen können und auch Knoblauch und der ganze andre Mist wie z.b. Kreuze wirken auch nicht. So'n Blutsauger kama nur umbringen indem man ihn verbrennt.. Und des einzige was vor einem blutleeren Tod Schutz bietet ist eine sog. Triskele.[Triskele = Symbol für Weg des Lebens, Sonne] *hrm* Und.. Ja, Vampire schlafen in Särgen auf nem Friedhof, aber auch nicht weil sie müssen, sondern einfach weil sie sich da wohler fühlen. So wie du lieber in deinem eigenen Bett schläfst wie woanders. Und Friedhofsmangel herrscht im Landkreis Kg wohl kaum. Schon Kg allein hat 3 Friedhöfe und jedes weitere 500 Seelen-Kaff hat auch einen.
Außerdem ist es auch nicht so dass ein Vampir unbedingt Blut braucht. Es ist eher so, dass er Blut trinkt um seinen Verwesungsprozess zu verlangsamen. Also Verwesen = Austrocknen
Ja.. Im übrigen könnte man noch anmerken dass viele Vampire eine bedeutende Persönlichkeit in der Gesellschaft sind. [Es gibt böse Zungen die behaupten, dass mal in Kg nur Ob werden kann wenn man Vampir ist oder sich um sein Amt anzutreten, beißen lassen muss.]
So. Die Vampire und die Bisammolche haben jetzt ein Bündnis. So weit so gut. Es gibt nur ein Problem und zwar dass es wahrscheinlich für die Normalbevölkerung nicht sooo toll ist, wenn die Hälfte der Kinder zerplatzt und dann noch die hälfte der alten Leute, die Bad Kissingen ja schließlich die Kohle bringen, abkratzt. Und deshalb haben sich dann ein paar Leute, denen verschiedene merkwürdige Dinge aufgefallen sind – hauptsächlich Lehrer.. wegen Schule und so und Lehrer sind ja eh am schlausten - , zusammengesetzt und eine Art Vampirjägerclub gegründet. Den Namen dieser Vereinigung konnte der Autor noch nicht herausfinden, der Autor nennt sie einfach mal VJC. Der Hauptsitz der VJC befindet sich im Kissinger Gymnasium. Das Gebäude dieser Schule ist dafür bestens geeignet, da es ein katakombenartiges Kellergeflecht besitzt. Die Legende besagt, dass diese Stollen von ungezogenen Schülern gegraben wurde, die nach ihrem Fehlverhalten das Sonnenlicht nie wieder sahen. Wie grausam. Ja, das ist es. Das JSG wie es leibt und lebt. Aber der Autor möchte nicht abschweifen.
Das Gebäude des JSG ist außerdem ähnlich aufgebaut wie eine Burg [Siehe Burgmauer und Bergfried (Aulagebäude?)]. Es würde bei einer Belagerung also gute Dienste leisten... Die meisten Mitglieder des VJC tragen zum Schutz eine Triskele mit sich und sie benutzen angeblich Ricola-Bonbons als zusätzliche Abwehr. Das ist aber eine sehr umstrittene Theorie. Welche Waffen sie genau benutzen ist [noch] nicht bekannt und wie sie die Bisammolche und Vampire bekämpfen leider auch nicht. Aber eine sehr vertrauenswürdige Quelle hat verlauten lassen, dass die Frau des Hausmeisters die gefangenen Bisammolchs kocht und dann als Bockwürste verkauft...
TO BE CONTINUED . . .